Von der Rennstrecke auf die Landstraße

Von der Rennstrecke auf die Landstraße; das scheint die Intension der neuen BMW M1000R zu sein, denn dieses Bike scheint sich hier wie dort zuhause zu fühlen.

Es ist schon das zweite „M-Motorrad“ neben M1000RR.

Die Werte weißen schon die Grenzen zwischen diesen zwei Welten-Rennstrecke und Landstraße-auf: 210 PS, in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in der Spitze 280 km/h.

Man mag beim Gewicht von 199 Kilo für ein Nakedbike durchaus überrascht sein, aber dank raffinierter Technik, wie den Winglets im Frontbereich ist dies möglich.

Sie spielt ihre ganze Power selbstverständlich besonders mit den Schaltpunkten bei 14.600 Umdrehungen der Kurbelwellen auf der Geraden aus.

Man muss dieses Motorrad also mit Bedacht abseits der Rennstrecke fahren. Das sie auf beiden Terrains eine gute Figur macht steht aber außer Frage.

So war dies GS Trophy 2022

Er war auch bei der achten Ausgabe wieder zu spüren der GS-Spirit, dieser Zauber, der so unverfälscht nur bei der International GS Trophy von BMW Motorrad zu erleben ist. Diesmal erkundeten die Teilnehmer Albanien und am Ende gab es nicht nur beeindruckende Erinnerungen, sondern auch eine echte Premiere, denn sowohl das Männer- als auch das Frauenteam Südafrikas gingen als Sieger hervor.

Hinter ihnen und den 57 eingefleischten GSlern aus 21 Ländern lagen herausfordernde Tage in den Höhenlagen Albaniens. Diese hielten sehr anspruchsvolle Strecken, aufgrund des felsigen Terrains und auch anstrengende Bergmassive bereit, die sowohl von Technik als auch Mensch vieles abverlangten. Sandige und schlammige Passagen waren nicht minder anspruchsvoll und als ob dies nicht schon genug „Abenteuer“ wäre, hatten alle auch noch mit Temperaturen von bis zu 37 Grad zu kämpfen.

So wurde die BMW R1250GS zusammenfassend rund 9 Stunden pro Tag bewegt bei einer Gesamtdistanz von 1.230 Kilometern, inklusive der 15 Sonderprüfungen.

Mit ihrem diesjährigen Erfolg zeigten die Südafrikaner ihre Dominanz bei dieser Veranstaltung, war es doch bereits -bei den Männern- der vierte Triumpf hintereinander. Insgesamt gesehen, durch den Erfolg der Frauenmannschaft, hieß es also bisher schon fünfmal: The winner is Südafrika.

Rückschritt

-Enttäuschung in Barcelona-

Man wollte den Schwung der vergangenen drei Rennen, wo man sich jeweils über Podiumsplätze freuen konnte, mit nach Barcelona nehmen. Doch schon in der Superpole-Qualifikation lief es nicht glatt für Loris Baz, Eugene Laverty, Scott Redding und Michael van der Mark. Die Resultate daraus: Position dreizehn und vierzehn für Redding und Baz. Laverty und van der Mark holten die Plätze sechszehn und neunzehn heraus.

Für zwischenzeitliche Entspannung sorgten die Piloten des Bonovo action BMW Racing Teams, als sie im ersten Rennen Plätze gut machen konnten und als Zehnter (Laverty) und Elfter (Baz) ins Ziel fuhren.

Für das Motorrad WorldSBK Team hieß es jedoch Rennen eins schnell abzuhaken, denn Redding stürzte und van der Mark ereilte das Pech eines technischen Defektes.

Um die Top 9 für das zweite Rennen zu ermitteln, stand dann das Superpole Race auf dem Programm. Hierbei ergatterte Redding Platz acht und Baz Platz neun. Während Laverty Vierzehnter wurde, musste van der Mark erneut einen Sturz verkraften, der aber wohl glimpflich ausging.

Im zweiten Rennen mussten sich van der Mark bzw. Laverty mit den Plätzen dreizehn und vierzehn begnügen. Baz wurde Neunter. Redding konnte das Rennen, infolge eines Sturzes nicht beenden.

Erneuter Triumpf in Most

-Platz 3 im ersten Hauptrennen-

Im tschechischen Most konnte Scott Redding bereits im freien Training überzeugen und legte die zweitschnellste Zeit auf den Asphalt. In der Superpole sprang am Ende zwar „nur“ Platz sieben heraus, dies relativiert sich jedoch, wenn man weiß, dass er damit nur eine Zehntelsekunde hinter dem Führenden war.

Über eine lange Distanz hatte er im ersten Lauf Position zwei inne und verlor erst gegen Ende noch einen Platz, was jedoch den Erfolg, nämlich die erste Top-3-Wertung in einem Hauptrennen, nicht schmälern soll.

Im Sonntags-Superpole-Rennen musste Redding zunächst federn lassen, doch holte zum Schluss doch noch den achten Platz. In Rennen zwei kämpfte er lange Zeit mit an der Feldspitze, musste sich zwischenzeitlich als Fünfter einordnen und überquerte dann als Vierter die Ziellinie.

Noch ein Blick auf das Bonovo action BMW Racing Team: Loris Baz wurde sowohl in Rennen eins, im Superpole Race als auch in der Superpole selbst jeweils Elfter. Rennen zwei konnte er, aufgrund eines Sturzes, nicht vollenden.

Wohl aufgrund des noch immer schmerzenden Armes, konnte Eugene Laverty in Rennen eins mit Platz 19 nur einen Platz bzw. im Superpole Race mit Position 18 zwei Plätze gutmachen. Am zweiten Rennen nahm er aus den beschriebenen gesundheitlichen Gründen nicht teil.

Peter Hickman wurde immer besser, was er in Rennen eins als Zweiundzwanzigster, im Superpole Race als Neunzehnter und im zweiten Lauf als Vierzehnter bewies.

Hinter den Erwartungen

-Kein gutes Wochenende in Misano-

In den Statements vor den Rennen an der Adria-Küste, gaben sich Piloten und Funktionäre des BMW Motorrad WorldSBK Teams bzw. des Bonovo action BMW Racing Teams noch zuversichtlich, ja fast angriffslustig. Man wolle sich „stark zurückmelden“ und das Ziel seien „die Top-5 oder Top-6“.

Doch in Italien blieb man hinter diesen selbst gesteckten Erwartungen weit zurück.  Am augenscheinlichsten waren die Probleme wohl bei Scott Redding, der zwar ein durchaus ansprechendes Durchschnitts-Tempo auf den Asphalt legte, doch beim Start die nötige Power vermissen ließ.

So erlitt er immer wieder Rückschläge und musste sich am Ende mit den Plätzen zehn, elf und neun zufriedengeben. Ilya Mikhalchik, der statt des verletzten Michael van der Markim das Motorrad WorldSBK Team komplettierte, steigerte sich von Durchgang zu Durchgang und konnte schließlich einmal Position 18 und zweimal Position 15 für sich verbuchen.

Auch im Bonovo action BMW Racing Team machte sich Ernüchterung breit. Wegen technischer Probleme musste der Traum von einer Top-10-Platzierung weitestgehend aufgegeben werden. Dies erreichte, mit Platz 10, im zweiten Durchgang nur Loris Baz, der im vorangegangenen Superpole Race stürzte. Sein Teamkollege Eugene Laverty wurde von der Konkurrenz auf die Ränge 13, 12 und 14 verwiesen.

Das Jubiläumsbike

Anlässlich des 50. Jubiläums der BMW M GmbH, die zum damaligen Zeitpunkt noch BMW Motorsport GmbH hieß, beschenkt sich die Traditionsmarke mit einem Sondermodell der M1000RR selbst. Dies ist möglich, da BMW die M-Sparte, die seit jeher für die sportliche Dominanz steht, 2018 auch in den Motorrad-Bereich Einzug hielt. Zuvor beschränkte sie sich auf die Automotive des Herstellers.

Die São Paulo gelbe M RR 50 Years M punktet mit dem M Frästeil-bzw. Carbonpaket, einer in ihrem Gewicht reduzierten silbernen Schwinge und dem Freischaltcode für den M GPS Laptrigger. Des Weiteren werden am Motorrad die M Endurance-Kette, das Soziuspaket sowie eine Soziusabdeckung verbaut.

Die Basis dieses Sondermodells ist, wie beschrieben, die M1000RR, die vor allem in der World SBK eingesetzt wird.

Wer sich eine M RR 50 Years M bestellen möchte, kann das von 21. Mai bis 30. November 2022 tun.

R18 a là Canadian Style

Dass die R18 ein wahres Geschenk für alle Customizer ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Um den Hobbybastlern zuhause noch mehr Input geben zu können, schrieb BMW-Motorrad Kanada ein Projekt aus, an deren Ende drei unterschiedliche R18-Kreationen stehen sollten.

Jay Donovan, Konquer Motorcycles und Augment Motorworks stellten sich letztlich dieser Herausforderung und sollten ihre Auftraggeber nicht enttäuschen.

Die R 18 Future Café von Jay Donovan weiß zuallererst mit handwerklichem Geschick in Bezug auf Metall zu überzeugen. Der Tank und das Oberteil präsentieren sich dank des polierten Aluminiums als echter Hingucker. Doch auch der nach oben gestellte Auspuff und die kürzeren schwarzen Kotflügel wissen zu überzeugen.

Der „El Boxeador“ von Augment Motorworks lässt die traditionelle amerikanische Chopper-Ära wieder aufleben: Da darf natürlich die Sissybar und der Mini-Ape-Hanger-Lenker bzw. ein Trumpet-Style-Auspuff nicht fehlen. Perfekt abgerundet wird diese Variante noch durch eine Lackierung mit Tattoo-Variationen, einer manuell produzierten Scheinwerfer-Aufnahme sowie einem Custom-Sattel.

Das Team von Konquer Motorcycles nennt seinen Umbau der BMW R18 „Diamond Custom“, was wohl an der Bronze-Metallic-Beschichtung samt Nadelstreifen liegen dürfte. Außerdem fällt einem sofort das breitflächige Rautenmuster auf. Eine technische Spielerei gibt es mit dem elektrisch verstellbaren Auspuff ebenfalls. Abgerundet wird das Ganze mit goldenen BMW-Logos.

Eldorado für Motorrad-Enthusiasten

BMW Motorrad hat nun ein neues Online-Angebot vorgestellt, das auf jene BMW-Motorrand-Liebhaber abzielt, die mit ihrem Bike das besondere Erlebnis suchen.

Das Online-Portal mit dem Namen „Fuel For Life“ (deutsch: „Kraftstoff fürs Leben“) lädt zu professionell geführten Motorrad-Touren, entweder in interessante Länder respektive spannende Off-Road-Gebiete ein oder schenkt einzigartige Momente auf der Rennstrecke-jeweils individuell anpassbar nach Ort und Geldbeutel.

Während bis dato die beiden Rubriken „Travel“ und „Training“ zur Verfügung stehen, sollen in Zukunft noch weitere Angebote folgen. Doch auch hinter den bestehenden Punkten, verbirgt sich schon eine ganze Menge:

Hinter dem Stichwort „Travel“ findet sich beispielsweise „The Great Getaway“, in dessen Rahmen man auf R18-Modellen den Schönheiten von Costa Rica, Portugal oder den USA begegnet. Im Übrigen lernt man hier nicht nur atemberaubende Natur, sondern auch den städtischen Lifestyle kennen. Dies alles wird ganz entspannt ablaufen, da es nur kleine Gruppen gibt.

Bei „Follow The Trails“ entdeckt man die Mongolei, Albanien sowie Thailand von der ursprünglichen Seite und begibt sich so auf die Spuren der GS-Trophy im Sattel der R1250GS, F750GS bzw. F850GS.

Sein eigenes Können testen und ganz viel Adrenalin spüren, das geht auf einer der MotoGP und WorldSBK Rennstrecken. Schwingen Sie sich auf eine S1000RR/M1000RR-entweder in Mugello, dem „Circuit Ricardo Tormo“ oder dem „Motorland Aragon“-und das Training kann beginnen.

Alle Informationen gibt es unter https://www.fuelforlife.bmw-motorrad.com/de/home.html

Mit neuem Partner auf die Piste.

Nachdem das BMW Motorrad World Endurance Team in der letzten Saison der Langstrecken-WM den Vizetitel einfuhr, möchte man in diesem Jahr selbstverständlich nach ganz oben.

Damit dieser Plan auch aufgeht, hat man sich namhafte Unterstützung mit ins Boot geholt:

In technischen Angelegenheiten begibt man sich in die Hände von Champion Lubricants. Die Belgier gelten als Primus im Bereich Schmierstoffe und sollen die #37 BMW 1000 RR mit zukunftsweisenden Schmiermitteln noch besser machen.

Ein besonderes Highlight im Produktportfolio von Champion Lubricants stellen die Produkte mit Additiven dar. Diese bewahren die Motoren vor Schäden, währenddessen sie dennoch an ihre Leistungsgrenze gehen können.

Eine R18 im American Highway Style

Das BMW Motorrad mir der R18 mehr oder weniger einen Fontalangriff auf den amerikanischen Motorrad-Markt mit dem Platzhirsch Harley-Davidson startete, dürfte wohl allgemein bekannt sein:

Warum also das, was sowieso schon alle wissen nicht auch prominent und offensiv zeigen-dies scheint sich zumindest die italienische Custom-Schmiede „Garage 221“ gedacht zu haben. Diese präsentierte vor kurzem das im Verbund mit BMW-Motorrad Italien und deren Händlern angeleierte Projekt „R18 Aurora“.

Zumindest die Batwing-Verkleidung spielt schon fast unverschämt die Harley-Karte. Ein Alleinstellungsmerkmal dieses Umbaus ist aber auf jeden Fall, dass man sich verschiedener Bauteile älterer BMW-Motorrad-Modelle bedient hat. Beispiele gefällig? Die Sitzbank, die neu bezogen wurde, dürfte vielen BMW R 1200 C-Eigentümern (Baujahr 2005) bekannt vorkommen. Die Halter von besagter Batwing-Verkleidung waren vormals Blinkerhalterungen der BMW R 100 des Jahres 1982 bzw. Heckrahmenelemente der 1991er BMW K 75.

Besonders ins Auge sticht selbstverständlich der rote Lack, für den die Farbkennzeichnung einer BMW R 100 RT von 1983, in leicht veränderter Form, Pate stand. Während die Ölkühlerverkleidung eine Reminiszenz an die Fahrzeuge der weißen-blauen Traditionsmarke aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts darstellt, wurden die Kotflügelstreben, für vorne und hinten, die Sattelstützen sowie die Kennzeichenhalterungen manuell gefertigt.

Abschließend soll der Auspuff nicht nur akustisch, sondern auch visuell eine Verbesserung bringen, indem er den Mittelteil der R18 Aurora gekonnt in Szene setzt.