Aus zwei mach eins!

Normalerweise heißt es gemeinhin, man vereint das Beste aus zwei Elementen, um etwas Neues entstehen zu lassen. Bei BMW Motorrad mag das auch zutreffen, nur spielt dabei auch Nachhaltigkeit und Zukunftsvision eine Rolle:

Die Rede ist vom BMW Motorrad Vision AMBY, einer neuartigen Symbiose aus Elektro-Fahrrad und Motorrad. Das hierbei der Weg der richtige, aber auch noch eine Menge Zukunftsmusik im Spiel ist, kann man schon an der Bezeichnung sehen: „Amby“ steht für „Adaptive Mobility“, also „anpassungsfähige Mobilität“. Hier sieht BMW mit dem vorgestellten Gefährt, das auf den ersten Blick eher einem modernen Mountainbike gleicht, ein zentrales Element, für das derzeit die gesetzlichen Bestimmungen aber noch gar nicht vorhanden sind. Mittels Geofencing soll das Zweirad erkennen in welchem Umfeld es sich gerade befindet und so automatisch die entsprechende Geschwindigkeit wählen. Zur Auswahl stehen hierbei 25 km/h (womit man auch auf Radwegen unterwegs sein darf), 45 km/h für Innerorts und bis zu 60 km/h, wenn man die Stadtgrenze hinter sich lässt. Dann jedoch, selbstverständlich, ausschließlich mit Helm, Versicherungskennzeichen und entsprechendem Führerschein. Das entsprechende Tempo wird den anderen Verkehrsteilnehmern auf einem seitlichen Display mitgeteilt.

Beim Aufsteigen wird sich der Fahrer dann doch schnell wieder an ein klassisches Motorrad erinnern, wenn er von der fest angebrachten, 830 mm hohen Sitzbank, die Fußrasten und die Gashebel spürt.

Gekommen, um zu bleiben

Stark vertreten in der Superbike-WM sind derzeit große Motorradhersteller wie Kawasaki, Ducati, Yamaha, Honda und selbstverständlich BMW. Und der bayerische Traditionskonzern hat nun klar gemacht, dass BMW dieser Rennsportklasse dauerhaft erhalten bleiben wird.

Mit Blick auf das zwischenzeitliche Engagement von BMW von 2009 bis 2012 und dem dann doch recht abrupten Ende, sagt BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers: „Ich hoffe, es ist für jeden klar, dass wir langfristig dabei sind.“

Es war bereits abzusehen, dass man sich eine Perspektive wünscht, wovon zahlreiche Neuerungen und Investitionen zeugen: Sei es der Wechsel von der S1000RR auf die M1000RR, die Verpflichtung von Erfolgspiloten wie Michael van der Mark und jüngst Scott Redding oder aber auch die Verlängerung der Kooperation mit dem Partner Shaun Muir Racing.

Auf den Misserfolg der beiden ersten Jahre angesprochen, erklärt Marc Bongers: „Normalerweise macht man fünf Jahre lang Motoren-Entwicklung und steigt dann ein. Ich war erst wenige Wochen an Bord und dann kam der Entschluss, wieder einzusteigen. Die Rückkehr erfolgte mit einem reinen Serien-Bike, das nicht darauf ausgelegt war.“

Nun konnten allerdings längst Top-3-Ergebnisse und Poles errungen werden.

Urbane Fortbewegung à la BMW Motorrad

Was sich mit der Scooter-Studie „Definition CE 04“ ankündigte, mündet also nun in den serienreifen E-Roller BMW CE 04, der wie, immer wieder betont wird, die Vorstellung von Elektromobilität, im urbanen Bereich, revolutionieren soll.

Neben der Fortbewegung, für die eine E-Maschine, entsprechend denen in den weiß-blauen Automobilen und eine Lithium-Ionen-Batterie Rechnung tragen, sind es vor allem das Design und die Formsprache, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der dritte Baustein in diesem Konzept heißt ganz klar Konnektivität.

Man kann sich, dank der 60,6 Ah (8,9 kWh) aus der Batterie in einer Reichweite von etwa 130 Kilometern bewegen, bevor man das Gefährt dann an einer Steckdose zuhause, einer Wallbox und selbstverständlich auch an einer Ladesäule anschließen muss, ehe es in 4 Stunden und 20 Minuten wieder einsatzbereit ist.

Die Energierückgewinnung ist entscheidend abhängig vom gewählten Fahrmodus, wobei man hierbei die Wahl zwischen ECO“, „Rain“ und „Road“ hat. Die vierte Art das Fahrwerk einzustellen, namens „Dynamic“, gibt es gegen Aufpreis.

Für Sicherheit und Stabilität hat der „Definition CE 04“ die Antriebs-Schlupfregelung samt Dynamischer Traktionskontrolle DTC (Dynamic Traction Control) sowie eine Front-Doppelscheibenbremse und ABS mit an Bord.

Zu den Besonderheiten und Annehmlichkeiten, insbesondere im „Roller-Segment“, zählen wohl auf jeden Fall dass 10,25 Zoll große TFT-Farb-Display mit integrierter Kartennavigation als auch der modische Parka samt den dezenten Protektoren.

Cool bleiben

Zugegebenermaßen gibt es immer wieder Rätsel auf, was aus Patenten, die BMW Motorrad anmeldet, wirklich einmal werden wird. Auch die nun vorliegende Entwicklung eines Ladefaches für das Smartphone am Motorrad wirkt auf den ersten Blick wenig spannend- bis man auf die Ergänzung „mit Kühlung“ trifft. Dies könnte eine echte Neuerung für motorisierte Zweiräder zu tage bringen.

Doch zunächst zum Hier und Jetzt: Das Münchener Unternehmen will also eine Ablage für das Mobiltelefon, die in die Verkleidung integriert sein und mit Strom versorgt werden soll, konstruieren.

Um der dadurch, zwangsläufig, entstehenden Wärme Herr zu werden, vertraut man einerseits auf die natürliche Belüftung durch die Umgebungsluft von außen, wobei auch das kontrollierte Abkühlen der Box selbst von entscheidender Bedeutung ist.

Dies soll ein sogenanntes Peltier-(Kühl-)Element, ähnlich denen die in Computern ihre Dienste verrichten, ermöglichen.

Ob es Zufall sein mag, dass im eingereichten Dokument auch immer wieder die Bezeichnung „Klimaanlage“ fällt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt wohl noch nicht beurteilen. Der Einsatz des  Peltier-Elements lässt jedoch alle Optionen hin zu einer vollumfänglichen Variante, wie wir sie vom PKW her kennen, offen und realistisch erscheinen.

Aus zwei mach eins

Der Vorteil von Karbon liegt auf der Hand. Leichtigkeit heißt das Zauberwort. Leider ist dieser Kunststoff, vor allem für Motorrad-Hersteller, auch kostenintensiv und mit dem Nachteil einer gewissen Steifigkeit verbunden. Die gängigen Aluminium-Rahmen punkten hingegen mit Flexibilität.
BMW-Motorrad versucht nun mit einem Patent diese zwei Materialien zu „verschmelzen“ und so eine optimale Einfassung für Motorräder zu erzeugen.

Auf den ersten Blick mag das wie die „Quadratur des Kreises“ erscheinen, doch durch montierbare Teile an herkömmlichen Alu-Rahmen soll diese Symbiose Realität werden. Auf diese Art und Weise ist das Motorrad höchst variabel einsetzbar, was nicht nur im Rennsport sondern auch hinsichtlich verschiedener Modelltypen einer Baureihe enorme Vorteile bringen dürfte.

Allerdings sehen die Münchener nicht nur Karbon als dafür geeignet an. In der Aufzählung weiterer denkbarer Werkstoffe stechen vor allem Stahlfasern heraus, die in diversen Mischungen in Plastikflaschen vorkommen.

Eine Produktionsmethode nennt BMW-Motorrad zwar nicht, doch denkbar wäre sicherlich diese auswechselbaren Elemente am Alu-Gestell rasch per 3D-Druck anzufertigen.

Unter Strom

Zugegeben, wenn man diese Idee von BMW Motorrad erstmals hört, kann man nicht glauben, dass dadurch vielleicht die Tür für die Zukunft des Motorradfahrens ein Stück weiter aufgestoßen und die Traditionsmarke so wiederum zum Vorreiter werden könnte.

Die Rede ist von kleinen Elektroschocks, die ausgehend von der Motorradbekleidung, an Rumpf-und Bauchmuskulatur abgegeben werden soll. Intension dabei ist eine gewisse Körperspannung zu erreichen, um eine korrekte Funktionsweise der, zumindest bis dato, teilweise selbständig agierenden Assistenzsysteme zu bewerkstelligen und den Piloten darauf vorzubereiten.

Denn ohne diese „Vorwarnung“, würde der menschliche Körper, naturgemäß, eine Gegenbewegung einleiten, was den automatischen Prozess des Motorrades abbrechen oder aber die fahrende Person einer noch größeren Gefährdung aussetzen würde. Als Beispiele ist hier etwa der Notbremsassistent als auch die Lenkunterstützung zu nennen.

Diese Stimulation soll von bestimmten Bereichen des Biker-Outfits ausgehen, die nah an der Haut liegen. Vorstellbar wären, neben der Schutzkleidung, Rennanzüge und Unterwäsche. So soll dann per Funkübertragung mit dem Fahrzeug die entsprechende Reaktion ausgelöst werden.

Die Grundgedanken dahinter sind eigentlich simpel: Der „Störfaktor“ Mensch macht die Entwicklung von teilweise autark arbeitenden Systemen schwierig, da diese nicht wissen, wie sich der Fahrzeuglenker verhält. Also dreht BMW Motorrad den Spieß einfach um und schafft mit dem sanften Elektroshock die ideale Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf, bevor die nächste Stufe genommen werden kann, bei der Motorräder mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren können.

Rundumerneuerung

Rundumerneuerung; so könnte das Schlagwort für die Mittelklasse-Roller von BMW, den C 400 X und den C 400 GT lauten.

Vor allem technisch werden die beiden Gefährte ins Hier und Jetzt geholt, nachdem sie ja bereits 2017 und 2018 auf den Markt kamen.

Absolut notwendig war selbstverständlich die Euro-5-Norm zu erfüllen. Aus diesem Grund wurde die Motorentechnik auf das sogenannte E-Gas umgestellt, was zudem merkliche Veränderungen bei Gasannahme und eine bessere Leerlauf-Beständigkeit bringen soll. Daraus resultiert auch das neue Motormanagement, inklusive der verbesserten Fliehkraftkupplung mit kraftvolleren Federn. Des Weiteren gab es eine Überarbeitung der Abgasreinigung  sowie des Zylinderkopfes. Einen wesentlichen Vorteil offenbart das aktualisierte Stabilitätsprogramm ASC, denn es läuft nun nach einem Reifenwechsel ganz normal weiter.

Auf der technischen „Haben-Seite“ stehen jetzt außerdem neue Bremssättel  und eine perfektionierte Lichtquelle des Staufaches, das in 2021 eine USB-Ladesteckdose beherbergt.

Neue Aufstellung

Für die zweite Saison der Langstrecken-Meisterschaft FIM EWC hat sich das BMW Motorrad World Endurance Team neu aufgestellt. Ab der kommenden Saison, die am 17./18. April 2021 ihren Auftakt haben soll, kämpfen nun Markus Reiterberger, Ilya Mikhalchik und der Neuzugang Javier „Xavi“ Forés um Podestplätze. Als „Backup“ steht dann  Kenny Foray bereit.

Damit setzt man auf eine vielversprechende Mischung aus Kontinuität und frischem Wind, denn während Reichenberger und Mikhalchik schon in der Debütsaison im Sattel saßen, hat man mit dem Spanier Forés einen echten Coup gelandet, der schon zahlreiche internationale Erfolge und damit eine Menge an Erfahrung vorweisen kann.

So steht sein Name nicht nur für Triumphe bei der European Stock 1000 Championship, sondern, unter anderem, auch bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM).

Als Ersatzfahrer fungiert zukünftig Kenny Foray, der in 2019/2020 eben zusammen mit Markus Reiterberger und Ilya Mikhalchik dafür sorgte, dass das Team zweimal unter die Top 3 fuhr und sogar Aspirant auf den Titelgewinn war.

Geist der Leidenschaft

Die BMW R 18 atmet den Geist der längst vergangenen und doch immer noch faszinierenden Motorrad-Epoche der R 5. Was passiert, wenn man diesen „Spirit“ von damals mit der „Leidenschaft“ eines Customizers, im Rahmen dessen, Neues zu schaffen, kombiniert zeigt der aktuelle Umbau der R 18.

Kein Geringerer als der rennsportbegeisterte Dirk Oehlerking machte sich mit seiner Firma Kingston Custom ans Werk. Doch es gibt gleich eine Überraschung: Anders als bei anderen Modifikationen dieser Art geht er den konservativen Weg. Das heißt, bei Technik und Rahmen bleibt alles im Originalzustand.

Doch Angst, dass damit der „Aha-Effekt“ verpufft, ist unbegründet. Oehlerking widmete sich stattdessen der Verkleidung und Karosserie und schuf so einen Blickfang im wahrsten Wortsinn. Denn betrachtet man das Gefährt von vorne gleicht es, auf den ersten Blick, auch dank der Niere, einem PKW aus den goldenen 20-er Jahren, mit Anleihen des „Art déco“.

Bei „Sprit of Passion“, so der Projektname, dominiert aber ganz klar die durchgängige, in der Originalfarbe gestaltete, Verkleidung. Lenker und Auspuff wurden hingegen einer Veränderung unterzogen. Der Sattel stammt aus dem BMW-Universalzubehör, während Blinker aus dem Hause angebracht wurden. Der LED-Frontscheinwerfer findet seinen Platz nun direkt in der Verkleidung.

Dass diese extravagante Version entstand, liegt nicht zuletzt im Naturell der ursprünglichen  R 18, die sich ja förmlich für derartige Neugestaltungen anbietet.

So geht Roller in 2021

BMW stellte kürzlich die Scooter-Studie „Definition CE 04“ vor, die man wohl zu Recht als Nachfolger des, im Bereich der E-Mobilität, längst auf den Straßen befindlichen, C Evolution-Roller bezeichnen kann. Dafür spricht auch die fast serienreife Ausprägung sowie die hohe Übereinstimmung, in Technik und Design, mit dem schon 2017 vorgestellten „Concept Link“.

Dabei liegt die Betonung beim nun vorgelegten „Definition CE 04“ neben der Fortbewegung explizit auf der Kommunikation und das im urbanen Raum. So soll mit dem Dreiklang elektrischer Antrieb, innovative Formgestaltung und eben Konnektivitäts-Bestandteilen ein völlig neues Kapitel innerhalb dieses Kraftrad-Segments aufgeschlagen werden. Dazu gibt es, im Übrigen, ebenso eine sich dazu ergänzende und smarte Fahrerausstattung.

Wie aus dem 2017er-Konzept bereits bekannt, wird die Kontur des Fahrzeuges durch den im Boden versenkten Energiespeicher und dem sich dahinter liegenden Elektromotor bestimmt, wodurch sich die Einarmschwinge bzw. die Zahnriemen offen und nahtlos in die Optik einbinden.

Ebenfalls bekannt ist das seitlich zu öffnende Fach für einen Helm und die LED-Beleuchtung, die vorne durch zwei U-förmige und hinten durch C-förmige Lichtquellen repräsentiert wird.

Da es sich ja ausdrücklich um ein Kurzstreckengefährt handelt, sieht man auch die auf den ersten Blick etwas unbequem anmutende „schwebende“ Sitzbank mit anderen Augen: Hier wurde ganz klar auf Ergonomie gesetzt, was der praktische, verstellbare Sitz nochmals untermauert.

Eine Neuheit, zumindest im Zusammenhang mit Rollern, stellt das große 10,25 Zoll Display dar, das dank Smartphone zur digitalen Kommandozentrale werden soll.

Die schon erwähnte smarte Fahrerausstattung macht mit einem modisch wirkenden Parka, mit integrierten Protektoren, optional wechselbaren Lichtabschnitten und der Möglichkeit das Handy zu laden, auf sich aufmerksam.